Heilpraktiker Börner - Lebenswerk

Gefühlsintegration

Von Kindheit an gelten in den unterschiedlichsten Familien Konstellationen, Werte und Regeln, die oft so tief verwurzelt sind, dass sie uns eng werden lassen. Über alles und jeden gibt es eine Klassifizierung über richtig und falsch, gut und böse, erwünscht und unerwünscht. So funktioniert er, unser lieber Verstand. Er wird geformt bereits im Mutterleib durch Gefühlsregungen der Mutter mit der wir über 9 Monate eins sind. Unsere Zellen sind mit den Zellerfahrungen all unserer Vorfahren verknüpft und vermutlich sogar mit allen existierenden Wesen. Das ist schon echt ein Knaller und beeinflusst uns mehr als wir ggf. in der Lage sind zu begreifen.
Nun gut. Zurück zu den Gefühlen des Jetzt.
Früh erfahren wir, uns an die Gegebenheiten und Gesetzmäßigkeiten unserer Welt, in die wir geboren werden, an zu passen, uns so zu verhalten, dass wir unsere Zugehörigkeit zum überlebenswichtigen Bezugssystem nicht verlieren. Und genau dahin führen die meisten Konflikte und Probleme des Lebens zurück. Zur Urangst durch ausgestoßen Sein nicht zu überleben. Und so lernen wir ggf. nie, uns unserer Natur entsprechend zu erfahren und zu erleben, sondern sind Tag täglich damit beschäftigt zu beweisen, dass wir gut genug sind, kein Versager sind und wollen andere Menschen, die Gesellschaft, das System „zufrieden“ stellen.
Dafür unterdrücken wir nicht selten Gefühle, die in eben unserer Konstellation nicht akzeptabel waren wie Trauer, Wut, Scham, aber auch Freude und Zufriedenheit usw.
Noch heute höre ich oft Menschen zu Kindern sagen: brauchst doch keine Angst haben!
Das macht man nicht!
Hör auf zu weinen!

Mir passiert das auch! Dass ich sowohl bei mir als auch bei anderen gewisse Gefühlsregungen nicht aushalten kann.
Wie geht das nun mit der genannten Integration?
Der erste Schritt ist es, sich dessen gewahr zu werden und sich interessiert und bestenfalls liebevoll zu beobachten: „aha mein Mann ist wütend. Da schnürt es mir die Kehle zu. Aha dieses Gefühl erzeuge ich in mir. Aha wo sitzt dieses Gefühl eigentlich! In der Kehle.“
Ich bin Meisterin darin geworden diese Phänomene in mir zu nehmen und zu umarmen und habe Tools entwickelt auch andere zu begleiten in diesem Prozess.
Und sobald du bei DIR bist und dem was IN DIR entsteht, wirkt, tobt, hast du die Chance dein Leben wirklich in die Hand zu nehmen!
Denn grundsätzlich herrscht eher noch der Tenor: „du hast mich traurig gemacht. Weil du so bist geht es mir schlecht.“
Wir projizieren die Verantwortung für unser Innenleben nach Außen: und da gibt es genügend Felder! Die Kinder, den Partner, die Arbeit, die Politik, den Chef usw. und so fort.
Doch ein selbstbestimmtes integratives Leben beginnt bei der Übernahme der Eigenverantwortung.
Und durch das Üben des Nehmens der eigenen Gefühle und Gedanken bewegen wir uns blitzschnell in die Richtung auch wahr zu nehmen wann jemand anderes uns etwas überstülpen möchte
Bis dahin sind wir meist recht orientierungslos und Verhaltensweisen wie Rechthabenwollen, Streit und unlösbare Konflikte oder immer wieder kehrende Situationen bestimmen unser so kostbares Leben.

Also:
Schritt 1: frage dich doch mal, weshalb jeder Mensch unterschiedlich auf ein und dieselbe Situation reagiert. Zum Beispiel beim Warten an der Supermarkt Kasse. Beim einen löst es Ungeduld aus, beim nächsten immensen Stress, ein anderer genießt die Pause und wieder ein anderer entwickelt Verschwörungstheorien über die nette Dame, die gefragt hat ob sie mit ihrer einzelnen Butter evtl. vor kann.

Nimm wahr was in dir passiert, welche Gefühle du in dir entstehen lässt.
Und öffne dich der Annahme, dass wirklich DU der Ursprung dieser Gefühle bist.

Schritt 2: fühle das Gefühl. Hier ist es für viele Menschen von Nöten sich in diesem Fühlen einmal begleiten zu lassen.
Du kannst es aber selbst ausprobieren, indem du ganz einfach mit der Aufmerksamkeit in deinen Körper gehst und beobachtest was da passiert. Was fühle ich? Wo? Und wenn du es fühlen kannst, sage dir innerlich: „aha“ oder „ich nehme es wahr“.

Schritt 3: staune was passiert, wenn du dich diesen inneren Prozessen immer und immer wieder zuwendest!

Es gibt so viele Teile in uns und so unendlich viele Möglichkeiten sie zu benennen, zu analysieren, verstehen und erklären zu wollen: all das ist aber nicht von Bedeutung.
Was wirklich zählt ist das Gefühl JETZT für sich zu bejahen, zu fühlen und zu sich zu nehmen.

Hast du Fragen dazu?
Möchtest du mehr wissen?
Dann kontaktiere mich gerne

healthyways@t-online.de

Nächstes mal erzähle ich von Alltagssituationen, in denen ich diese Tools anwende.

Bis dahin alles Wundervolle Dir

Von Herzen
Ines

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